Entnervtes Berlin

„Was du nicht willst, das man dir tu, das füge keinem andern zu!“

Intolerant, verschwenderisch, permanent nörgelnd – so scheinen viele in der Bundesrepublik die Berliner momentan wahrzunehmen. Als gebürtiger Hauptstädter stelle ich klar: Berliner sind ein eigenes, aber sehr tolerantes Völkchen. Jedoch nicht jeder versteht unsere direkte, jedoch nicht minder charmante, Art. Wenn ich die letzten Jahre Revue passieren lasse, stelle ich jedoch fest, dass es eine ganze Menge Gründe dafür gibt, warum die Berliner ein wenig dünnhäutiger und vermeintlich weniger tolerant geworden sind.

Ich könnte jetzt über Schulden und den Länder-Finanz-Ausgleich oder die Gewalt in der Hauptstadt schwadronieren, habe mir stattdessen mal zwei andere große Bereiche herausgepickt, die in den zurückliegenden Jahren erheblich Nerven gekostet und zu großem Frust in der Berliner Bevölkerung geführt haben: Zuerst widme ich mich dem Berliner Nahverkehr, im Anschluss den Veränderungen im Miteinander, die ich in der Hauptstadt festgestellt habe.

Nahverkehr

Dieser Bereich ist extrem groß und reicht weiter, als es der Begriff vermuten lässt. Wo fangen wir an? In Sachen Verkehr sind sicherlich die Schwierigkeiten unseres Flughafens BER momentan bundesweit am bekanntesten. Permanente Verschiebungen der Eröffnung aufgrund riesiger Mängellisten, Personaldebatten und Entlassungen, gegenseitige Anschuldigungen, vermeintliche Vertuschungen etc. Abgesehen davon, dass der Flughafen Tegel nun länger und in größerem Umfang in die Bresche springen muss, fällt infrastrukturell die Nicht-Fertigstellung des Flughafens im Alltag nicht weiter ins Gewicht. Berlin hat in diesem Bereich ganz andere Sorgen.

Nach Schließung Europas größter Baustelle am Potsdamer Platz vor einigen Jahren, folgte nur kurz darauf das nächste Großprojekt – der Hauptbahnhof. Frühzeitig gab es Probleme, noch heute moniert der Architekt Meinhard von Gerkan das zu kurze Dach sowie die Bebauung des Bahnhofsumfeldes. Sperrungen wegen herunter fallender Teile gab es auch bereits. Viel schlimmer jedoch ist, dass die mangehafte Qualität der verbauten Schrauben im Jahr 2015, also nur 9 Jahre nach der Eröffnung, Reparaturen notwendig macht. Offenbar wurden diese, aufgrund des Zeitdrucks, nicht vernünftig geprüft. In erster Linie der damalige Bahn-Chef, Hartmut Mehdorn, wollte eine Fertigstellung des Prestigeprojektes vor der Fußball-WM in Deutschland. Für die Berliner bedeutet dies im übernächsten Jahr eine mehrmonatige Sperrung des Bahnhofes – sowohl für die S-Bahn (3 Linien sind betroffen) als auch die Regionalbahnen, wenn auch nicht beides zeitgleich. Wohlgemerkt: Es handelt sich um den Hauptbahnhof! Dieser hat direkten Anschluss zum Regierungsviertel und es sollen täglich rund 300.000 Menschen dort ein-, aus- und umsteigen. Das bedeutet, dass die Fahrgäste dann entweder auf das Verkehrsmittel umsteigen, wessen Strecke gerade nicht gesperrt ist (wenngleich der Regionalzug nicht alle S-Bahnhöfe bedient, sondern erst wieder am Zoologischen Garten hält), oder aber den Bus nehmen oder alternativ auf das Auto umsteigen und die vollen Berliner Straßen weiter füllen.

Wer das bereits für schlimm hält, dem sei gesagt: Das ist ein Klacks gegenüber den restlichen Schwierigkeiten! Schauen wir zunächst auf die Berliner U-Bahn.

Die Bauarbeiten an der U-Bahn-Linie 5 haben nicht nur große Löcher, viel Lärm und Schmutz für die Berliner zur Folge, sondern führten auch dazu, dass die kreuzende U-Bahn-Linie 6 für voraussichtlich 12 Monate auf einem Streckenabschnitt gesperrt wird. Dabei handelt es sich um die Flaniermeile Friedrichstraße, also eine der zentralsten und schillerndsten Ecken Berlins. Nicht betont werden muss, dass die U5 ursprünglich bis 2017 fertiggestellt sein sollte, jetzt wohl doch bis 2019 dauern wird. Weiterhin wird die U8 auf einem Abschnitt wohl für 9 Monate gesperrt sein. Alle betroffenen Linien sind enorm wichtig, liegen nicht an der Peripherie, sondern durchfahren zu großen Teilen das Stadtzentrum. An einigen Stellen gibt es Ersatzbusse, jedoch können diese nicht (zumindest nicht in der Rush-Hour) das Aufkommen an Fahrgästen auffangen, nochzumal in der Innenstadt auf den Straßen ohnehin kaum ein Vorankommen möglich ist.

4Schlimmer noch als bei der U-Bahn fällt die Situation bei der Berliner S-Bahn aus. Wie auf diesem Schaubild zu sehen ist, gibt es permanent auf verschiedenen Linien Sperrungen, Umleitungen, Ersatzverkehr – und dies jeden Tag. Mal mehr, mal weniger schlimm. Besonders enorm sind die Belastungen zwischen den Bahnhöfen Lichtenberg – Nöldnerplatz – Ostkreuz – Warschauer Straße. Aufgrund der Umbauten der Bahnhöfe Warschauer Straße und Ostkreuz (dem wichtigsten Umsteigebahnhofs ganz Berlins) und der Streckenerneuerungen auf diesem Abschnitt, kommt es permanent zu Einschränkungen und Veränderungen. Erst kürzlich wurden an beiden Bahnhöfen neue Bahnsteige in Betrieb genommen, andere hingegen teilweise gesperrt. Gerade am Ostkreuz ist die Situation unüberschaubar – neue Zu- oder Ausgänge, Sperrungen von Bahnsteigen, andere Abfahrten von Bahnen etc. Und dies bereits seit 2006. Leider wurde kürzlich bekannt, dass auch dieser Bau sich um zwei Jahre bis 2018 verlängert – und selbstverständlich teurer wird. Natürlich gilt es zu berücksichtigen, dass alle Umbauten bei laufendem Betrieb stattfinden. Dennoch finde ich 12 Jahre wahnsinnig lang, nochzumal es zwischenzeitlich optimistische Stimmen gab, die eine Fertigstellung gar für 2014 prognostizierten.

Ich möchte jetzt nicht auf jede weitere Störung aufgrund von Bauarbeiten eingehen – man kann sie sich regelmäßig auf der Website der Berliner S-Bahn oder den Bahnhofsaushängen ansehen. In jedem Fall ist ihre Zahl mittlerweile exorbitant hoch. Ich fahre regelmäßig Bahn, kenne mich gut aus und weiß wie ich Alternativen finde bzw. laufe zur Not. Ich frage mich allerdings, wie Ortsunkundige, Rentner, Rollstuhlfahrer oder Personen mit Kinderwagen etc. das machen? Die sind völlig überfordert.

Das große Problem ist, dass alles bisher Genannte nur das „geplante“ Chaos umfasst. Ungeplanter Weise hat Berlin ja auch mit maroden S-Bahnen, Brandanschlägen, permanenten Kabeldiebstählen, Schneechaos, Signal- und/oder Weichenstörungen oder aber Streiks zu kämpfen. Alle diese Dinge haben in den letzten Jahren ebenfalls erheblich zugenommen und die ohnehin schwierige Situation rund um den Berliner Nahverkehr noch deutlich verschärft. Auch hierbei will ich nicht ins Detail gehen, mache jedoch deutlich, dass die Situation in Berlin mittlerweile wirklich erschreckend und täglich aufs Neue nervenaufreibend ist. Man schmunzelt mittlerweile über die fünfminütige Verspätung einer S-Bahn, wenn man im Winter zuvor mehrfach bei Minusgraden auf dem Bahnhof 25 Minuten wartete und beim Einfahren des Zuges feststellte, dass von den vier Wagen, zwei wegen defekter Türen verschlossen waren oder aber keine funktionierende Heizung hatten. Und auch hierbei handelt es sich nicht um Einzelfälle. Es bleibt schon seit einigen Jahren nicht mehr bei Lapalien, sondern hat sich zu einem immerwährenden Ärgernis entwickelt, welches alle Teile Berlins betrifft, die Nerven strapaziert, die Fahrzeiten verlängert und Flexibilität und Kreativität bei der Routenplanung notwendig macht. Wer dies nicht nachvollziehen kann, der kann sich gerne mal den Twitter-Account zur S-Bahn-Berlin zu Gemüte führen. Dort werden tagtäglich Verspätungen, Zugausfälle etc. dokumentiert. Dass die Berliner aufgrund der Omnipräsenz dieses Problems mittlerweile wirklich ernsthaft genervt sind und nicht mehr ganz so freundlich und tolerant auftreten, sollte niemanden wundern. Berlin ist in Sachen Nahverkehr eine einzige Großbaustelle und wird dies auch in den kommenden Jahren bleiben.

Miteinander

Nun ja, ähnlich wie unsere Unfähigkeit, einen Flughafen zu bauen, ist sicherlich unser schmaler Geldbeutel, wenn es um die Mietzahlungen geht, ein in den gesamtdeutschen Medien präsentes Thema – in diesem Zusammenhang natürlich auch, dass wir zwar eine weltoffene Stadt sind, jedoch Touristen und Schwaben hassen und zum Teufel wünschen – nachdem wir ihr ganzes Geld hier behalten haben. Da sa‘ ick ma: Kiekste hier, dann bekommste ’n Eindruck von die Probleme mit die Schwaben. Ich stelle aber fest, dass es schon noch ein Bisschen mehr gibt, was die Berliner aufregt und zu ihrem momentan sehr schlechten Ansehen in Deutschland führt.

Ich gebe zu, dass auch ich Schwierigkeiten mit einigen Touristengruppen habe. Ich freue mich über jeden, der in diese, nicht schöne, aber aufregende Stadt, Berlin, kommt und ihre Geschichte sowie das Leben hier in sich aufsaugt. Allerdings stört es mich, wenn Touristen die Welt um sich herum vergessen bzw. völlig ausblenden. Leider muss ich gestehen, sind es vor allem zwei Gruppen, die mir immer wieder negativ auffallen – Briten und Südeuropäer (Spanien & Italiener). Briten sind für meinen Geschmack extrem laut. Ich bin sicher nicht empfindlich und trage eh oft Kopfhörer. Dennoch habe ich immer wieder das Gefühl, sie stünden neben mir und brüllten mir ins Ohr, obwohl sie ein ganzes Stück von mir entfernt sitzen.

Ja, und die Spanier und Italiener, die ich oft erlebe: Man stellt sich mitten in den Weg und reagiert selbst auf ein „Entschuldigung“ oder „Sorry“ nicht. Man steigt aus Bahnen aus und bleibt direkt vor der Tür stehen, wenngleich dahinter noch Fahrgäste aussteigen wollen – oder man verabschiedet sich von jemandem, direkt im Türbereich. Beim Einsteigen wird gedrängelt. Rempelt man jemanden an, gibt es keine Entschuldigung. Rücksichtnahme scheint ein Fremdwort zu sein. Und solcherlei Dinge habe ich in den zurückliegenden Jahren sehr häufig festgestellt. Ein gewisser Teil der Touristen begegnet den Menschen vor Ort und dem Leben in der Stadt mit enormer Ignoranz.

Ein Beispiel dafür erlebte ich am letzten Wochenende: Im Vorfeld des Champions-League-Finales suchten meine Freundin und ich ein Bar im Friedrichshain auf – knapp 4 Stunden vor dem Anpfiff. Dort waren Berliner, Schwaben, Norddeutsche, Jüngere, Ältere, Anhänger der Bayern, des BVB und weiterer Vereine. Alle wollten zusammen und in Eintracht das Spiel sehen. Bereits gut drei Stunden vor dem Anpfiff waren nahezu alle Plätze besetzt. Eine halbe Stunde vor Spielbeginn schoben sich neue Gäste in die Bar und blockierten den lange Wartenden die Sicht. Sie wurden darauf angesprochen, lächelten nur, schüttelten den Kopf und sagte „No!“ auf die Bitte, sich doch einen anderen Platz zu suchen, weil die blockierten Gäste hier bereits seit Stunden säßen. Erst nach 10 Minuten und einem Einschreiten mehrerer Gäste sowie des Betreibers, zogen sich diese beiden Gäste in eine andere Ecke zurück. Ihre Reaktion zeigte ganz deutlich, dass sie genau wussten, worum es geht, es ihnen aber schlichtweg egal war.

Soetwas kann ich nicht nachvollziehen – wenngleich ich klar betone, dass mir die Nationalität völlig egal ist. Woher die Beiden stammten, ergab sich nicht; nur, dass sie eben Englisch sprachen. Leider ist dies kein Einzelfall. Ich habe bei vielen Menschen, die Berlin als Touristen besuchen bzw. hierher zogen, eine enorme Ignoranz festgestellt. Ich habe den Eindruck bekommen, dass Berlin zumindest in den vergangenen Jahren für ein Höchstmaß an Toleranz stand, was viele glauben lässt, es gäbe gar keine Grenzen in dieser Stadt. Nur, dass ich nicht falsch verstanden oder als Spießer gebrandmarkt werde: Ich bin auch viel in der Stadt unterwegs, gehe in Bars, Kneipen, Clubs und auf Konzerte. Auch ich möchte nicht um Punkt 22 Uhr gebeten werden, doch jetzt leise zu sein und möchte, ohne, dass jemand die Nase rümpft mit ner Pulle Bier in der Hand, durch die Straßen ziehen dürfen und nicht wegen jeder Kleinigkeiten angemacht werden. Ebenso ärgere ich mich über jeden Club, der aufgrund von Klagen schließen muss. Ich fordere Toleranz ein, bin aber bereit diese genauso zu gewähren. Bei vielen (nicht ausschließlich Touristen) habe ich jedoch den Eindruck, dass Toleranz mittlerweile eine Einbahnstraße geworden ist. Und auch dies scheint viele Berliner auf die Palme zu bringen.

Aber auch ansonsten gibt es eine ganze Reihe von Dingen, die dem Berliner mittlerweile die Laune verhageln: Brandstiftungen und sinnlose Zerstörung, Baupfusch hier, lächerlich umgesetzte Projekte dort, Zerstörung kultureller Einrichtungen oder aber das Nicht-Haltmachen vor Denkmälern, aber auch die vielen Klagen gegen das Grillen in Parks, gegen Kitas, die abendliche Nutzung von Sportplätzen oder aber Spielplätze… etc. Die Liste ist beliebig lang und könnte durch jeden Berliner sicherlich ergänzt werden. Fakt bleibt, dass die Stadt in den letzten Jahren mit immensen Veränderungen zu kämpfen hat, sowohl architektonisch (Wohngebäude, Prestigeobjekte, Infrastruktur, Nahverkehr), als auch im Zusammenleben der Menschen hier. Am meisten stört mich, dass die gegenseitige Rücksichtnahme völlig aus dem Gleichgewicht geraten scheint. „Was du nicht willst, das man dir tu, das füge keinem andern zu!“, so sagt ein treffendes Sprichwort, dem auch ich versuche zu folgen. Allerdings nehmen viele sich einfach alle Freiheiten heraus, ohne Rücksicht auf Dritte und setzen diese konsequent durch. Ich empfinde es als extrem egoistisch, die Stadt nach den eigenen Vorstellungen zu verändern bzw. von allen Menschen zu erwarten, dass sie einen so akzeptieren, wie er ist und sich nach ihm richten. Viele sehen dies offenbar anders und glauben, dass diese weltoffene Stadt alles tolerieren muss. Ich wünsche mir weiterhin Freiheit, freie Entfaltung und weniger Restriktionen in Berlin, jedoch sollten diese allen dienen und nicht nur bestimmten Gruppen von Menschen. Ich kann mich frei entfalten und dennoch Rücksicht auf andere nehmen. Dies funktioniert allerdings nur, wenn auch diese bereit sind, Rücksicht auf mich zu nehmen.

Über Alexander(s)platz

Berliner, Soziologe, Historiker, Blog-Azubi
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7 Antworten zu Entnervtes Berlin

  1. lifes-addicted schreibt:

    Ein sehr realistisch dargestellter Blog-Post! Du sprichst den Berlinern aus der Seele!!! Ich bin selbst hier geboren und kann dir in fast allen Teilen zustimmen und würde mich auch über mehr Rücksichtnahme untereinander freuen! Zu den Südeuropäischen Touristen wollte ich aber dennoch kurz etwas loswerden. Ja, es stimmt: Sie drängeln, bleiben einfach so stehen oder verabschieden sich lautstark in ungünstigen Situationen. Und ja, es nervt(e) mich auch. Bis ich für ein Semester in Spanien war und die Erfahrungen gemacht habe, dass die Spanier im Allgemeinen in der Fußgänger-zone eben dies von dir dargestelltes Verhalten auch zeigen. Also auch unter „ihresgleichen“. Ich will damit sagen, dass es in der südeuropäischen Kultur vermutlich Gang und Gebe ist, solch ein doch etwas rücksichtsloses Verhalten an den Tag zu legen. Der Spanier stört sich daran nicht und tut es nicht mit Absicht. Es ist ihm einfach nicht bewusst. Vielleicht hilft das ja, bei der nächsten Deutsch-Spanischen Begegnung 😉 Dennoch gebe ich dir Recht, dass Rücksicht und Toleranz im Wertesystem der Menschen mehr ins Bewusstsein gerückt werden sollte.

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    • Alexander(s)platz schreibt:

      Vielen Dank! Natürlich unterstelle ich weder Spaniern noch Italienern, dass sie ausschließlich hier so auftreten oder in Berlin besonders wenig umsichtig sind. Es kann gut sein, dass es in ihren Heimatländern ähnlich zugeht. Ich gehe auch davon aus, dass einige von ihnen von deutschen Touristen genervt sind.
      Ich würde zumindest immer versuchen, zu schauen, dass ich niemandem im Weg rumstehe oder mich enorm laut oder ähnliches verhalte. Aber gut, die Touris sind ja auch nur ein Baustein. 😉

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  2. kurzgeschnitten schreibt:

    ha, jaaaa – wenn man ganz leise ist und sich an die elbphilharmonie heranschleicht, kann man den berliner flughafen kichern hören – oder war es andersrum? 😉
    für den ein oder anderen ist die elbphi bestimmt ein reizthema, aber so grundsätzlich schlechte stimmung herrscht deswegen wohl eher nicht.

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  3. kurzgeschnitten schreibt:

    das nenne ich mal „sich luft machen“… da hilft wohl nur: nerven behalten, dickes fell zulegen und viel atmen…
    der kern – gegenseitige rücksichtnahme – gefällt mir gut.
    stressfaktor umwelt, meint in diesem fall insbesondere den nahverkehr: ich kann’s verstehen. habe ich heute nicht gerade irgendwo gelesen der ber soll doch noch dieses jahr eröffnet werden?
    im übrigen, ich mag die berliner art, frei schnauze und so. allerdings „hart in der sache, weich in der form“ kann manchmal hilfreich sein 😉

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    • Alexander(s)platz schreibt:

      Ja, der Hartmut plant wohl zumindest eine Teileröffnung des BER noch für dieses Jahr. Ich kann mir kaum vorstellen, dass dies gangbar ist.

      Also, ich empfinde die Berliner schon als entspannte und tolerante Stoiker, bei denen es schon eine Weile dauert, bis sie mal hochgehen. Die Tatsache, dass sich dies zuletzt geändert hat, muss ja seine Gründe haben. Dies ist halt nur ein Versuch, mir diese möglichen Gründe zu erklären. Es kann natürlich sein, dass es noch ganz andere Dinge gibt. 😉
      Mit ein bisschen mehr Rücksichtnahme wäre aber sicher schon geholfen.

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      • kurzgeschnitten schreibt:

        wetten würde ich auch nicht drauf 😉
        unzufriedenheit und stress können selbst den entspanntesten stoiker zur weißglut treiben, vermute ich und die gründe, die du anführst scheinen durchaus plausibel.

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        • Alexander(s)platz schreibt:

          Ja, ich hatte das Gefühl, dass sich vor einigen Jahren in Berlin ein tolles Lebensgefühl entwickelt hatte, welches durch eine ganze Reihe von Schwierigkeiten wieder gefährdet ist. Vielleicht hat ja der ein oder andere Leidtragende seinerseits noch etwas beizusteuern. Dies ist mit Sicherheit nur ein kleiner Ausschnitt.

          Wie steht es denn in Hamburg? Die Elbphilharmonie ist ja auch in aller Munde. 🙂

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